Wo sitzt das Kind am sichersten?

Experten sind der Meinung, dass Kinder hinten in der Mitte am Sichersten sitzen, da dort sowohl vorne als auch an der Seite Platz ist und das Kind bei einem Unfall nicht so schnell anstößt. Leider sind in vielen Fahrzeugen dort nur Beckengurte (2-Punkt-Gurte) angebracht, für die nur wenige Kindersitze zugelassen sind. Alternativ sitzt das Kind hinten rechts hinter dem Beifahrersitz.
Auf dem Beifahrersitz darf ein Kindersitz nur dann befestigt werden, wenn es keinen Airbag gibt oder sich dieser zuverlässig ausstellen lässt (und das auch getan wird).

Praktische Tipps:

  • Bei gebrauchten Kindersitzen bzw. Babyschalen auf die EU-Plakette schauen. Sitze mit der Prüfziffer 01 und 02 sind nicht mehr zugelassen. Es folgt nicht nur ein Bußgeld, sonder auch die Sicherheit des Kindes ist massiv gefährdet.
  • Bei gebrauchten Kindersitzen nach Unfällen fragen. Kindersitze, die schon einmal einen Unfall gehabt haben, können Schäden haben, die man auf den ersten Blick nicht sieht, bei einem weiteren Unfall aber schwerwiegende Folgen haben. 
  • Kombinationen sparen oft nicht nur Geld (sie sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, aber dafür kann man sie länger nutzen), sondern auch Zeit, da man sich den Zeitaufwand für den Kauf des nächstgrößeren Kindersitzes sparen kann. 
  • Bei Gruppe 1 Kindersitzen sind Reboarder im Allgemeinen sicherer als vorwärts gerichtete Autositze.
  • Beim Kauf von Babyschalen auch Rückenlängen vergleichen. Es gibt da Unterschiede bis zu mehreren cm. Da Babys so lange wie möglich in der Babyschale rückwärts fahren sollen, jedoch nicht mehr, wenn der Kopf über den Rand schaut, empfiehlt es sich eine größere Babyschale zu verwenden. Viele Hersteller bieten für die ganz Kleinen sogenannte „Sitzverkleinerer“ an, die später herausgenommen werden können. 
  • Für Frühchen sind oft auch die Sitzverkleinerer zu groß. Daher sollten zusammengerollte Tücher o. ä. zusätzliche Stabilität geben.
  • Kinder sollten in Kindersitzen keine dicke Kleidung tragen, da dann der Gurt nicht straff genug festgeschnallt werden kann. Lieber eine Decke über den Gurt legen.

Zum guten Schluss

Wenn Sie sich für den Familienzuwachs (oder kurz davor) ein neues Auto kaufen: Am besten mit Iso-Fix-Einrichtung. Und ganz wichtig darauf achten, dass, auch wenn es kein Iso-Fix gibt, der Gurt lang genug für die Befestigung der Babyschale ist. Beim Chevrolet Matiz ist das hinten z. B. nicht der Fall.

Links

http://www.kvw-mhm.de/autokindersitze
http://www.autokindersitz.at
http://www.polizei.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen09.c.2737.de
http://www.berlin.de/polizei/verkehr/liste/archiv/27468/